Hiesterhof

Hier erfahren Sie mehr über die Haltung, die Fütterung und 
das Management auf dem Hiesterhof.

Stall

Der Stall verfügt über eine 1.300 m² befestigte Lauffläche, die ganzjährig als Auslauf genutzt wird. Die Trennung der Funktionsbereiche gibt den Jungpferden genügend Anreiz sich zu bewegen.

Das Herzstück im Offenstall ist die 160 m² offene Liegehalle, die für alle ein Ort zum Zurückziehen, Dösen und Schlafen bietet.

Ein 230 m² großer Wälzplatz ermöglicht ein ausgiebiges Sandbad oder das Liegen im Freien.

Zwei große Balltränken ermöglichen die freie Wasseraufnahme zu jeder Zeit.

Weidezugang von Frühjahr bis Herbst.

Herde

Herdengröße. Je nach Altersstruktur wird eine Gruppengröße von 10-15 Stuten und Wallachen angestrebt. Bei Notwendigkeit kann die Gruppe in zwei kleinere geteilt werden.

Stabilität. Pferde brauchen teilweise 3-6 Monate, um final ihren Platz in der Herde zu finden. Für Stabilität und Ruhe in der Gruppe wird ein ständiger Pferdewechsel vermieden. Die "Hauptintegration" neuer Pferde findet im Oktober/November statt. "Nachzügler", die später im Jahr geboren sind, dürfen zu einem späteren Sammeltermin im Dezember einziehen.

Platzangebot. Lauf-, Liegefläche und Fressplätze sind ausreichend vorhanden. So können sich alle bei Bedarf ihren eigenen Weg gehen und zur Ruhe kommen.

Management

Tierkontrolle. 2 x täglich


Entmistung. 1 x täglich


Wurmkurgabe und Kotprobennahme. Da Jungpferde sehr empfänglich für Parasiten sind, muss das Wurmkurmanagement gut durchdacht sein. Diese erfolgt in Absprache mit dem Tierarzt.


Hufbearbeitung. Im Kindesalter wird der Grundstein gelegt. Daher erfolgt die Hufbearbeitung alle 4-6 Wochen, um zeitnah Korrekturen durchführen zu können.


Separation und Integration. Es besteht jederzeit die Möglichkeit Tiere im Krankheitsfall zu separieren. Bei der Integration eines neuen Pferdes wird die Integrationsbox anfangs genutzt, um die Eingliederung stufenweise zu ermöglichen.

Raufutter

Mit zwei großzügigen, überdachten Heuraufen besteht zu jeder Zeit die Möglichkeit der Raufutteraufnahme.
Um eine gleichmäßige Futteraufnahme zu gewährleisten und damit einen positiven Einfluss auf die Verdauung zu nehmen, wird ausschließlich ein Futtersparnetz mit großen Maschenweiten verwendet, um größere Futterverluste zu vermeiden.

Ganz bewusst wird ausschließlich Heu als Raufutter angeboten, um den Verdauungstrakt "gesund" zu füttern. Auf Heulage, Mais- und Grassilage wird verzichtet.
Das analytisch überprüfte Heu stammt aus eigener Herstellung.

Wertvolle  Ergänzung

Um Ihren Youngster neben dem Raufutter mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, bekommen alle Jungpferde ganzjährig ein hochwertiges Mineralfutter.
Abgestimmt auf die analysierten Heuwerte wird über den Winter bei Bedarf Kraftfutter, mit Berücksichtigung des richtigen Protein-/Energie- Verhältnisses, ergänzt.
So wird ein zu schnelles Wachstum und das Risiko unnötiger Knochenchips/-zysten, die häufig fütterungsbedingter Natur sind, deutlich minimiert.

Absetzen bedeutet für das Fohlen neben der Trennung von der Mutter, auch der Entzug der Muttermilch, eine neue Umgebung und eine neue Herdenkonstellation.  

 
Um diese Zeit so stressfrei wie möglich zu gestalten und Infekten oder Magenschleimhautentzündungen/-geschwüren vorzubeugen, wird in der Anfangszeit zusätzlich das Immunsystem und der Magen über die Fütterung  unterstützt.

Weidezeit

Nach kontrolliertem Anweiden erfolgt der Weidezugang je nach Witterungsbedingungen von Frühjahr bis Herbst.
Bei der Wahl des Saatgutes wurde bewusst darauf geachtet eine Mischung aus zuckerarmen Gräsern, Kräutern und Leguminosen zu wählen.